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Woher kommt eigentlich die Milch?

Schon seit tausenden von Jahren nutzt der Mensch Tiere, um Milch zu gewinnen. Seit fast ebenso langer Zeit haben die Menschen die Grundlagen der Käserei entdeckt und begonnen diese weiterzuentwickeln. Je nachdem welche Tierart den Menschen damals zur Verfügung stand, wurden unterschiedliche Tiere domestiziert.

 

Arten von Milch

Kuhmilch

Die Kuh ist der wichtigste Milchlieferant für den europäischen Raum. Als "Milch" darf deshalb hier auch nur Kuhmilch bezeichnet werden, alle anderen Milchsorten müssen eine weitere Bezeichnung wie "Schafsmilch" oder Ziegenmilch" tragen. Bei der Kuhmilch zeigt sich deutlich, welche Bandbreite an Milch mittlerweile im Handel erhältlich ist. Die Rohmilch ist die unbehandelte Rohmilch, die auch nur begrenzt haltbar ist. Als Frischmilch wird die Milch bezeichnet, wenn sie kurz erhitzt wurde, um patogene Keime abzutöten, das sogenannte Pasteurisieren. Erhöht man die Temperatur bei der Pasteurisation, dann wird die Milch länger haltbar. Am längsten haltbar ist die H-Milch.

Schafsmilch

Das Schaf wird wesentlich länger als Nutztier gehalten. Seine Milch ist würziger als Kuhmilch und sehr gut haltbar. Sie ist außerdem besonders gut verträglich und ihr werden zudem heilende Wirkungen nachgesagt. Die Milch von Schafen wird meist zu Schafskäse weiterverarbeitet, der besonders lange haltbar ist. Vor allem in Südeuropa werden heute noch viele Schafe gehalten, oft werden Schafe dort eingesetzt, wo auf Grund des geringen Futterangebotes keine größeren Nutztiere gehalten werden konnten.

Ziegenmilch

Die Ziege ist ähnlich wie das Schaf eines der ältesten Nutztiere. Da sie sehr genügsam und robust ist, wird sie ebenso in Gebieten gehalten, in denen das Nahrungsangebot gering ist. Ziegenmilch ist leichter verdaulich als Kuhmilch. Außerdem ist in Ziegenmilch mehr Vitamin A, C und D enthalten. Ziegenmilch ist bekannt dafür, dass sie sehr schnell Gerüche aufnimmt und deshalb z.B. nach Ziege schmeckt. Bei sachgemäßer Behandlung kann dies jedoch vermieden werden. 

Büffelmilch

Der Büffel ist in Asien noch weit verbreitet. Seine Milch ist gehaltvoller als Kuhmilch, er gibt allerdings auch bedeutend weniger Milch. Käse aus Büffelmilch schmecken besonders gehaltvoll und haben eine schöne weiße Farbe. Der echte Mozzarella wird aus Büffelmilch hergestellt. 

Stutenmilch

Milch von Pferd- oder Eselstuten ist vor allem als Schönheitsmittel bekannt. Kleopatra soll regelmäßig in Eselsmilch gebadet haben, um ihre Schönheit zu bewahren. Auch heute findet man Stutenmilch in vielen Kosmetika. Sie ist besonders vitaminreich, kann aber auf Grund ihrer speziellen Zusammensetzung nicht zur Käsezubereitung verwendet werden. 

Kamelmilch

Vor allem in Nordafrika und Arabien ist Kamelmilch von Bedeutung. Mittlerweile wird auch sie industriell produziert. Auch Käse und sogar Eis wird aus Kamelmilch hergestellt. Geschmacklich ähnelt die Kamelmilch der Kuhmilch. 

Yakmilch

Yaks gehören zu den Rindern und werden in den Gebirgsregionen Zentralasiens als Lasttiere, Fleisch- und auch Milchlieferanten genutzt. Auf Grund der extremen Lebensbedingungen in den Hochgebirgen geben Yaks nur wenig Milch. Diese ist aber extrem fettreich und nahrhaft. Die Yakmilch ist eine wichtige Säule der Ernährung der Menschen in diesen Gebieten. Yakkäse ist eine Spezialität, wegen der geringen Milchmenge wird sie nur selten verkauft und meist für den Eigenbedarf produziert.

Rentiermilch

Rentiere werden in Nordeuropa und teilweise auch in Alaska als Last- und Zugtiere und Fleischlieferanten gehalten. Auch die Milch wird genutzt, allerdings wird nur wenig Käse aus Rentiermilch hergestellt. Dieser ist extrem lange haltbar.